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Netzwerkstelle LebensLanges Lernen - Modellregion Hamburg

KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V.

Lebenslanges Lernen - Überblick

» Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über europäische Entwicklungen, die Auswirkungen auf die Bildungspolitik haben, wie die Strategie des Lebenslanges Lernens und über die Prozesse, die sich direkt auf die berufliche Bildung auswirken, außerdem eine Einordnung der Instrumente und Initiativen für die Aus- und Weiterbildung. Die Tabelle "Meilensteine" soll die Einordnung erleichtern.

Strategien für Lebenslanges Lernen und Berufsbildung

Die Strategie für Lebenslanges Lernen in der Bundesrepublik Deutschland ist ein strukturierter Rahmen für die Entwicklung einer lernenden Gesellschaft. Dieser Rahmen orientiert sich an der Biografie der Menschen, die an verschiedenen Orten, in jeder Lebensphase (Kindheit, Jugendliche, junge Erwachsene, Erwachsene, Ältere) aus unterschiedlichen Gründen und in unterschiedlicher Weise lernen.

Die Strategie für Lebenslanges Lernen in der Bundesrepublik ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Verantwortlichen bereit sind, die Weiterentwicklung des Bildungswesens offensiv zu betreiben. Entwicklungsschwerpunkt ist neben der Selbststeuerung, der Vernetzung und Lernberatung, der Popularisierung des Lernens und des chancengerechten Zugangs auch die Einbeziehung informellen Lernens. Auf europäischer Ebene haben Politiker erkannt, dass allgemeine und berufliche Bildung für die Entwicklung der heutigen wissensbasierten Gesellschaft und Wirtschaft unverzichtbar sind. Um Europa bis zum Jahr 2010 zum „wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt“ zu machen (Lissabon-Strategie), muss im Europa der Zukunft dem Lebenslangen Lernen ein vorderer Platz auf der gemeinsamen Agenda aller europäischen Staats- und Regierungschefs eingeräumt werden.

Auch in der Post-Lissabon-Strategie „Europa 2020“ wird die Bildungspolitik als elementarer Bestandteil der Wachstums- und Beschäftigungsstrategie gesehen. Eine stärkere Verknüpfung vieler Bildungsbereiche zur Arbeitswelt geht damit einher.

Grundlage und Ausgangspunkt für eine Verstärkung der europäischen Zusammenarbeit bei der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist die Kopenhagener Erklärung, die 2002 durch die Bildungsministerinnen und Bildungsminister von 31 europäischen Ländern sowie durch Sozialpartner und die Europäische Kommission gebilligt wurde. Daher wird die europäische Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung auch als "Kopenhagen-Prozess" bezeichnet.

Ein zentraler Teil des Prozesses ist die Entwicklung von gemeinsamen europäischen Rahmen und Instrumenten zur Stärkung der Transparenz, der Anerkennung und der Qualität von Kompetenzen und Qualifikationen. Dadurch soll die Mobilität von Lernenden sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einfacher werden. Ein wichtiges Instrument ist dabei das Europäische Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET), aber auch die bildungsbereichsübergreifenden Initiativen wie der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) und Europass sind wichtig. Damit einher geht auch die Frage der Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung. Auf europäischer Ebene wurde 2005 das Europäische Netzwerk zu Qualitätsentwicklung und -sicherung gegründet (ENQA-VET, später EQAVET) und ein Referenzrahmen für die Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung (EQARF) entwickelt.

Meilensteine

  Europäische Strategien und Programme speziell für berufliche Bildung
1986 erstes bildungspolitisches Gemeinschaftsprogramm COMETT (Community programme for Education and Training in Technology)  
1992 Vertrag von Maastricht: Bildung als neuer Politikbereich (Art. 126 und 127)  
1999 Start Bologna-Prozess: Schaffung eines Europäischen Hochschulraums  
2000 Lissabon-Strategie: Bildung und Wissen als wichtigste Ressourcen  
2002 gemeinsames Arbeitsprogramm Allgemeine und Berufliche Bildung "ET 2010" Kopenhagen-Prozess: Grundlage für die Zusammenarbeit im Bereich der beruflichen Bildung
2005   ENQA-VET (ab 2010 EQAVET), Europass
2007 EU-Bildungsprogramm Lebenslanges Lernen: COMENIUS für die Schulbildung, ERASMUS für den Bereich der Hochschulen, LEONARDO DA VINCI für die berufliche Bildung, GRUNDTVIG für die Erwachsenenbildung DECVET
2008   EQR, DEQA-VET
2009   ECVET, EQARF
2010 gemeinsames Arbeitsprogramm Allgemeine und Berufliche Bildung ("ET 2020") Brügge Kommuniqué: Fortführung des Kopenhagen-Prozess, gemeinsame Ziele in der Berufsbildung
noch 2010   EQAVET
2011 Strategie Europa 2020 DQR

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerinnen der Netzwerkstelle LebensLanges Lernen


Andrea Krause
Referentin
E-Mail: krause@kwb.de
Tel.: 040 334241-365
Katharina Linke
PR-Referentin
E-Mail: linke@kwb.de
Tel.: 040 334241-365


Elke Moritz
Projektleitung
E-Mail: moritz@kwb.de
Tel.: 040 334241-330

 

Das Projekt wird aus dem Europäischen Sozialfonds ESF und von der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert.

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