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Netzwerkstelle LebensLanges Lernen - Modellregion Hamburg

KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V.

Endlich Einigung bei der Einführung des DQR

Berlin, 31. Januar 2012

Die Spitzenvertreter von Bund, Ländern und Sozialpartner haben sich in der Frage nach der Zuordnung der allgemeinbildenden Schulabschlüssen und beruflichen Ausbildungsabschlüssen auf die Stufen des Deutschen Qualifikationsrahmens geeinigt. Allgemeinbildende Schulabschlüsse werden zunächst dem Rahmen nicht zugeordnet; zweijährige berufliche Erstausbildungen werden auf Niveau 3 und drei- und dreieinhalbjährige Erstausbildungen auf Niveau 4 eingestuft. 

Die Entscheidung steht: auf den DQR-Niveaus 1 und 2 wird die Berufsausbildungsvorbereitung angesiedelt, auf Niveau 3 die zweijährige berufliche Erstausbildung und Niveau 4 die drei- und dreieinhalbjährige berufliche Erstausbildung. Auf Stufe 5 sollen Fortbildungen, die vergleichbar sind mit dem IT-Spezialisten, verortet werden. Niveau 6 erreichen der Bachelor, der Meister, der Fachwirt und die Fachschulabschlüsse wie Techniker. Stufe 7 werden der Master und der Operative Professional (IT) zugeordnet, Stufe 8 die Promotion.

» Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung mit Zitaten von Bildungsministerien Anette Schavan und die Erklärung zum Spitzengespräch


Lernergebnisse ja - Punktesystem nein

Ergebnisse der ECVET-Tagung

Berlin, 16. Januar 2012

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) begrüßte am Montag, den 16.01.2012, rund 100 Gäste zur ECVET-Fachtagung im Berliner Haus des Handwerks. Die Tagung zum Thema "ECVET: Von der europäischen Empfehlung zu einer Anwendung in Deutschland" diente als bundesweiter Erfahrungsaustausch aus den Pilotprojekten der 1. ECVET-Generation.

Die Begrüßung übernahmen Dirk Palige, Geschäftsführer des ZDH sowie MinRat Peter Thiele, Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bereits 2009 starteten elf Pilotprojekte, die von der EU-Kommission bis 2012 gefördert wurden. Aufgabe der Projekte war es, für die Kernelemente der EU-Empfehlung zur Einführung eines Europäischen Leistungspunktesystems für die Berufsbildung praktische Lösungsansätze zu finden. Drei dieser elf Projekte, die mit deutscher Unterstützung liefen, stellten ihre Ergebnisse vor und zogen Bilanz.

Die drei Projekte arbeiteten auf unterschiedlichen Sektoren (Bäckereigewerbe, Luftfahrt, Chemie), brachten dennoch das gleiche Ergebnis zu Tage: die einheitliche Beschreibung von Lernergebnissen und Unterteilung von Lernprozessen in Einheiten von Lernergebnissen habe sich als geeignetes Mittel für die europaweite Mobilität Lernender (Auszubildende genauso wie Meisterschüler) und die gegenseitige Anerkennung von Lernprozessen erwiesen. Die Lernergebnisorientierung komme bei Praktikern positiv an, besser verständlich als die nationalen Curricula, so Dr. Christian Sperle vom Projekt SME Master Plus.

Nicht praktikabel und damit umsetzbar ist allerdings das angedachte „Leistungspunktesystem“, durch welches bestimmten Lerneinheiten bestimmte Punkte zugewiesen werden sollten. Dr. Christine Eberhardt vom Projekt CREDCHEM fasste zusammen, dass das ECVET-System als Rahmen im akademischen Sinn genutzt werden könne, in der Praxis jedoch nicht umsetzbar sei und die Länder untereinander die Punkte nicht anerkennen würden.

In der abschließenden Podiumsdiskussion und dem Abschiedsgruß wurde wiederholt betont, dass die europäische Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung von der Beschreibung der Lernergebnisse und der Zusammenfassung zu Lerneinheiten profitieren und Transparenz und Anerkennung resultieren kann. Eine Vergabe von Punkten sei hingegen nicht praktikabel. Dr. Volker Born (ZDH) schlug vor, anstelle des nicht adäquat ins Deutsche übersetzten Wortes "Leistungspunkte" zukünftig besser von einem "Transparenz-System" zu sprechen.

Eine Evaluation der Pilotprojekte ist für 2014 geplant, mit der die Entscheidung gefällt wird, ob das ECVET-System angepasst wird und welche genaue Bezeichnung vor allem in Deutschland eingeführt werden soll. Die deutsche Übersetzung des englischen European Credit System for Vocational Education and Training ist im Deutschen mit "Leistungspunkte" übersetzt worden, was hier zu Lande zu Missverständnissen führt.

ECVET ist neben dem Europass und dem Europäischen Qualifikationsrahmen eine der fünf "E-Initiativen" (diese Wortkreation meint die europäischen Initiativen zur Umsetzung der Strategie Europa 2020; "E" steht für Europa, die Initiativen sind der EQR, ECVET, EQARF, europass und ESCO). Zum Stand der Diskussion über den Deutschen Qualifikationsrahmen positionierte sich MinRat Peter Thiele und betonte, dass die Kultusministerkonferenz mit ihrer Entscheidung, die Allgemeine Hochschulreife auf Niveaustufe fünf zu stellen, „allein auf weiter Flur“ stünde.

» weitere Informationen zu ECVET oder unter ECVET-Info

» das Projekt SEM Master Plus

» das Projekt AEROVET

» das Projekt CREDCHEM


Die Ergebnisse aus den Projekten sind erschienen in: Christiane Eberhard (2011): Mit ECVET zu besserer Mobilität? Von der Europäischen Empfehlung zur Erprobung in der Praxis. Ergebnisse aus den ECVET-Pilotprojekten SME Master Plus, AEROVET, CREDCHEM und VaLOGReg (2009-2012). Reihe Wissenschaftliche Diskussionspapiere, Heft 132. Bonn: Bundesinstitut für Berufsbildung.
» erhältlich beim BiBB


BIBB-Hauptausschuss fordert Kultusministerkonferenz zum Umdenken auf

Bonn, 01. Dezember 2011

(BIBB Pressemitteilung) - Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat zur Entscheidung der Kultusministerkonferenz (KMK) Ende November eine Stellungnahme verabschiedet: Der Beschluss der KMK, wonach das Abitur bei der Ausgestaltung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) auf Niveaustufe 5 und damit höher als viele Abschlüsse der beruflichen Bildung eingeordnet werden sollte, sei "weder inhaltlich unterlegt noch nachvollziehbar begründet", so der BIBB-Hauptausschuss. Sollte dieser Beschluss so bestehen bleiben, befürchtet das auch als "Parlament der Berufsbildung" bezeichnete BIBB-Gremium einen Attraktivitätsverlust der dualen Berufsausbildung und damit negative Auswirkungen auf die Nachwuchssicherung sämtlicher Wirtschaftsbereiche. "Es besteht die Gefahr, dass sich immer weniger junge Menschen mit allgemeiner Hochschulreife für eine berufliche Ausbildung entscheiden, wenn ihnen suggeriert wird, dass ihr Schulabschluss höherwertiger ist als ein Berufsabschluss." Die Mitglieder des BIBB-Hauptausschusses rufen die Kultusminister daher auf, "ihre Entscheidung zu überdenken und zu korrigieren".

Der BIBB-Hauptausschuss sowie die Bundesregierung, die Wirtschaftsministerkonferenz der Länder, die Sozialpartner und die Wirtschaftsorganisationen setzen sich übereinstimmend dafür ein, das Abitur sowie die drei- und dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufe gleichwertig auf die Niveaustufe 4 des DQR zuzuordnen.

Der bis zum kommenden Jahr bildungsbereichsübergreifend zu entwickelnde Deutsche Qualifikationsrahmen bildet - genauso wie der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR), mit dem der DQR eng verzahnt werden muss - die Wertigkeit von Qualifikationen in einer achtstufigen Skala ab. Mit der Umsetzung der Qualifikationsrahmen sollen sich Qualifikationsstandards in Europa etablieren, wodurch Transparenz und Mobilität gefördert, die Durchlässigkeit zwischen den verschiedenen Bildungsbereichen erhöht und die Gleichwertigkeit zwischen allgemeiner, hochschulischer und beruflicher Bildung verwirklicht werden sollen.

Der Hauptausschuss des BIBB hat die gesetzliche Aufgabe, die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Berufsbildung zu beraten. Dem Ausschuss gehören zu gleichen Teilen Vertreter und Vertreterinnen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände sowie der Bundesländer und der Bundesregierung an.

» Die Stellungnahme des BIBB-Hauptausschusses zum DQR-Beschluss der KMK im Wortlaut

 


KMK-Präsident Dr. Bernd Althusmann zu der aktuellen Auseinandersetzung

Hamburg, 24. November 2011 

Mit dem "Europäischen Qualifikationsrahmen" (EQR) will die EU die Bildungsabschlüsse in den Mitgliedstaaten vergleichbar machen. Neun Staaten haben bereits nationale Regelungen in Kraft gesetzt. Fast alle haben bisher Abitur und Lehre gleichwertig auf Stufe vier der achtstufigen Skala eingeordnet. In Deutschland steht die endgültige Entscheidung noch aus. Die Kultusminister wollen im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) das Abitur auf Stufe 5 und damit in der Regel höher einstufen als eine Berufsausbildung. Kammern, Verbände und Gewerkschaften hingegen plädieren vehement für eine Gleichstufung.

Zum Stand der Diskussion äußerte sich der amtierende Präsident der Kultusministerkonferenz, Dr. Bernd Althusmann gegenüber bildungskick.de.

 

Herr Dr. Althusmann, wie sieht der weitere Fahrplan zum Deutschen Qualifikationsrahmen aus?

Dr. Bernd Althusmann: Es wird am 8. Dezember unter meiner Leitung ein Gespräch mit den Sozialpartnern, den Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften in Berlin geben, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der KMK. Ich kann mir vorstellen, dass man sich verständigt. Klar muss aber sein, wir müssen versuchen unsere allgemeine Hochschulzugangsberechtigung und hoch qualifizierte Berufsabschlüsse gleichsam auf das höchstmögliche Niveau in Europa zu bekommen. Das ist nämlich der Beschluss der KMK: berufliche Ausbildung und allgemeine Hochschulzugangsberechtigung Stichwort Abitur auf das Kompetenzniveau 5 zu bringen und dann die Berufsausbildung auf drei Niveaustufen zu differenzieren. Gegebenenfalls wird es am Ende einen Kompromiss geben.

Sie gehen also von einer Einigung aus?

Dr. Bernd Althusmann: Einen worst case hoffe ich, wird es nicht geben. In Deutschland haben wir genügend vernünftige Menschen, sowohl aufseiten der KMK als auch aufseiten der Wirtschaftsvertreter, dass wir uns sicherlich verständigen werden. Klar muss aber sein, gerade die starke duale Berufsausbildung in Deutschland muss auf ein hohes europäisches Niveau. Wir dürfen uns nicht länger darüber beklagen, wenn wir nicht ausreichend mit dieser Ausbildung anerkannt werden, wenn uns das jetzt nicht gelingt.

» Interview als Video auf bildungsklick.de


Unmut über KMK Beschluss und aufschlussreiche Diskussionen auf DEQA-VET Tagung

Hamburg, 27.Oktober 2011

Die Begrüßung zur Tagung übernahmen Thomas Gruber, Projektleiter der Referenzstelle und Prof. Dr. Reinhold Weiß, Ständiger Vertreter des Präsidenten und Leiter des Forschungsbereichs im Bundesinstitut für Berufsbildung. Zu Beginn gab Prof. Dr. Weiß seine Einschätzung zum aktuellen KMK-Beschluss über die Einordnung der Allgemeinen und der Fachgebundenen Hochschulreife. Der Beschluss habe dafür gesorgt, dass im Hintergrund die Drähte heiß liefen und neu über die Positionierung der Einstufung der beruflichen Abschlüsse diskutiert würde. Der DQR sei ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung, gerade mit der Fokussierung auf die Kompetenzen. Allerdings stellte Weiß in Frage, ob man die Instrumente der Qualitätssicherung und der europaweiten Initiativen mit dieser Fülle an Abkürzungen versehen müsse. Dies führe dazu, dass außerhalb der Expertenkreise Verwirrung entstehe und immer wieder Erklärungen notwendig würden.

Unbestreitbar aber bleibe die Bedeutung des deutschen Berufsbildungssystems vor allem über deutsche Grenzen hinweg. Ähnlich wie Prof. Esser auf dem BIBB Jahreskongress hob Prof. Weiß die geringe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland als positives Merkmal hervor. Trotzdem gestand er Mängel in der Qualität ein, die es zu beheben gelte. Beispiele seien das Problem des Übergangs von der Schule in den Beruf oder die hohen Abbrecherquoten in der Ausbildung.

Auch Thomas Sondermann, BMBF Abteilung 3, der im Anschluss sprach, stellte im Vergleich zu Europa klar, dass sich Deutschland mit seinem dualen System nicht verstecken müsse. Doch er wies auch auf die Herausforderungen hin, die durch den demografischen Wandel und dem damit prognostizierten Fachkräftemangel entstehen.
Auch seiner Meinung nach stößt der Beschluss der KMK nicht nur auf Zustimmung. Thematisch hob er die Berufsbildungsausschüsse als Teil der Qualitätssicherung hervor.

Wolfgang Kreher vom hessischen Kultusministerium, erklärte die Qualitätssicherung in seinem Bundesland als gesichert. Hessen sichere die Qualität bspw. in der vollschulischen Ausbildung durch ein Institut für Qualitätsentwicklung und intern in Schulen. In der dualen Ausbildung werde die Qualität im Betrieb durch die Qualitätsmanagementsysteme in den Schulen und die Prüfung durch die zuständigen Kammern gesichert.

Der Vertreter der Abteilung Bildungspolitik und Bildungsarbeit des DGB, Hermann Nehls, beurteilte den Beschluss der KMK als fatal. Zum Thema Qualität hob er hervor, dass die Diskussion nicht neu sei. Er betonte aber, dass Standards wie die AZWV benötigt werden. Immerhin sei der Bereich der Aufstiegsqualifizierung mit 120.000 Abschlüssen pro Jahr im Verhältnis zu 300.000 Abschlüssen im Hochschulbereich ebenso gewichtig. Ein umfassendes einheitliches System der Qualitätssicherung in dem Bereich fehle.

Auch der letzte Sprecher, Dr. Christian Sperle, Zentralverband des deutschen Handwerks und die letzte Sprecherin, Barbara Fabian, DIHK Brüssel, betonten ihren Unmut über die Entscheidung der KMK.

Nach der sich kurz anschließenden Podiumsdiskussion gingen die Teilnehmenden in die vier Foren. In Forum 4: Transparenz herstellen – Durchlässigkeit erhöhen. Ein Beitrag der Pilotinitiative DECVET zur Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung wurde die Initiative vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert. Mitte nächsten Jahres wird es die Abschlusskonferenz des Projektes geben und die Ergebnisse aus den 10 DECVET-Projekten vorgestellt. Eine Handreichung mit einer bundeseinheitlichen Systematik der Leistungspunkte für Betriebe, Bildungsträger und Personal in der Bildungsarbeit zur Zuordnung von Leistungspunkten ihrer Angebote wird es aber nicht geben. Dies müsse wenn, dann von Seiten des Ministeriums geschehen, was bisher nicht in Planung sei.

Die Deutsche Referenzstelle für Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung (DEQA-VET) ist beim BIBB in Bonn angesiedelt. Sie wurde 2008 im Auftrag des BMBF gegründet und bildet einen Knotenpunkt im europäischen Netzwerk EQAVET. Als Anlauf- und Servicestelle für Fragen rund um das Thema Qualitätssicherung und -entwicklung ist DEQA-VET mittlerweile etabliert.


"Kulturkampf" um Abitur und Lehre entbrannt

Hamburg, 24. Oktober 2011

Spiegel Online titelt "Kultusminister finden Abitur wertvoller als Lehre" [21.10.2011], die DPA spricht vom "'Kulturkampf' um Abitur und Lehre" - beide berichten von der Auseinandersetzung zwischen KMK auf der einen Seite und DGB und Handwerkskammer auf der anderen Seite um die Wertigkeit der dualen Ausbildung. Die KMK befürwortete auf ihrer 335. Plenarsitzung die Verortung von Fachhochschulreife, allgemeiner Hochschulreife und entsprechenden Berufsabschlüssen auf Stufe 5. DGB und Handwerkskammer sehen darin die Herabstufung der dualen Berufsbildung und fordern Abitur und Fachabitur auf Stufe 4 aus. Auch der BIBB Hauptausschuss und die Wirtschaftsministerkonferenz hatten sich bereits im August für die Einstufung von Abitur, Fachabitur sowie der 3 und 3,5-jährigen Ausbildungsberufe auf Stufe 4 ausgesprochen.

Wir haben Ihnen einen Materialien und Artikel zusammengestellt:


Neue Kommission erarbeitet weltweite Standards für die duale Berufsausbildung

Hamburg, 30. September 2011

Die duale Berufsausbildung wird immer populärer. Länder wie Großbritannien, Schweden, Südafrika oder Malaysia orientieren sich in der Berufsbildung am deutschen Vorbild. Jedoch gibt es Qualitätsunterschiede durch die unterschiedliche Organisation und Gestaltung.
Das Forschungsnetzwerk "International Network on Innovative Apprenticeship" (INAP) - dem mehr als 100 internationale Wissenschaftler angehören - hat sich auf der diesjährigen Konferenz in China (Mai 2011 in Peking) zur Gründung der "INAP Commission: Architecture Apprenticeship" entschlossen. Diese neu eingerichtete Kommission will in den nächsten zwei Jahren internationale Standards für die duale Berufsausbildung erarbeiten. Damit soll der Gefahr der ungleichen Ausbildungsqualitäten entgegengewirkt werden. Den Vorsitz hat der Bremer Bildungsforscher Professor Felix Rauner.

» weitere Informationen auf der Website INAP oder der Pressemitteilung des Informationsdienstes Wissenschaft


6. BIBB-Berufsbildungskongress in Berlin

Hamburg, 21. September 2011

Für zwei Tage kamen am 19.09. und 20.09.2011 rund 1200 Akteure der beruflichen Bildung im Maritim Hotel Berlin zusammen, um sich unter dem Motto „Kompetenzen entwickeln, Chancen eröffnen“ auszutauschen und zu diskutieren. Das BIBB bot mit dem alle vier Jahre stattfindenden Kongress eine Plattform, in insgesamt 21 Arbeitskreisen 5 Themenkomplexe zu bearbeiten und so drängende Fragen der beruflichen Bildung zu beantworten und neue Perspektiven aufzuzeigen.

Eröffnungworte von Staatsoberhaupt Christian Wulff

Die Eröffnung des Kongresses übernahm Bundespräsident Christian Wulff in Anwesenheit der Bildungsministerin Prof. Dr. Anette Schawan. In seinem herzlichen Grußwort sprach der Bundespräsident davon, dass gerade die Vielfalt ein Markenzeichen für die deutsche Berufsbildung sei. Er lobte den geringen Anteil von Jugendlichen in Arbeitslosigkeit im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. Wulff dankte all denen, die sich in Deutschland für eine gute Ausbildung stark machen: „Vielen Dank für das, was Sie für unser Land tun.“.
Anschließend nahm der Bundespräsident mit sechs Auszubildenden und drei Ausbildenden auf dem Podium Platz. Sie sprachen über die Entstehung von Berufswünschen und die Rolle der Ausbildenden.
Abschließend betonte Bundespräsident Wulff, dass ein Umdenken stattfinden müsse, damit Bildung als Chance wahrgenommen werde und nicht als Zwang. Dies sei schon mit kleinen Mitteln, wie Formulierungen möglich: „Heute darfst du nicht in die Schule, du bist leider krank".

Grußworte auch von EU-Generaldirektor Truszczynski

Bevor die Teilnehmenden sich in den Foren und Arbeitskreisen den spannenden Fragen widmeten, grüßte der Generaldirektor der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Kommission, Jan Truszczynski. Er stellte die Bedeutung der europäischen Bildungszusammenarbeit in den Mittelpunkt und erklärte, dass der Vorschlag der Generaldirektion Bildung und Kultur für das Folgeprogramm Lebenslanges Lernen ab 2014 eine Steigerung um 70% des jetzigen Haushalts umfasst.

Foren und Arbeitskreise – EQR und DQR mitbedacht – DECVET noch in Arbeit

Die Foren mit den Arbeitskreisen spiegelten ein breites Spektrum der beruflichen Bildung wider: Von Arbeitsmarkt und Beschäftigungssystem über die berufliche Bildung im Lebensverlauf bis hin zur Internationalität der Berufsbildung. Der Europäische und der Deutsche Qualifikationsrahmen spielten in vielen Zusammenhängen eine kleine bzw. explizit KEINE Rolle. Bei der Diskussion bspw. um Kompetenzmodelle in großen Unternehmen, die in einer nicht-repräsentativen Untersuchung befragt wurden, spielt der EQR überhaupt keine Rolle – noch nicht jedenfalls. Auch beim Start der Pilotinitiative DECVET konnten die Matrix und Deskriptoren in den Anfangsjahren noch nicht mit einbezogen werden – derzeit wird an Anknüpfungspunkten gearbeitet und das Leistungspunktesystem für die Übergänge innerhalb der beruflichen Bildung in Deutschland entwickelt.

Aussteller boten Raum für Informationen

In den Pausen zwischen den Arbeitskreisen hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über neue Projekte, Initiativen oder Literatur auf den Ausstellungsflächen zu informieren. Neben Ausstellern wie dem Didacta Verband e.V., dem Bertelsmann Verlag und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft waren auch die Handwerkskammer Berlin, der Verein Schulen ans Netz e.V. mit dem Projekt qualiboxx sowie die k.o.s. GmbH mit dem Projekt Koordinierungsstelle Qualität vertreten.


Den Abschluss des Kongresses übernahm Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung mit seinem Vortrag „Berufsbildung 2020 – Herausforderungen und Perspektiven“ und dankte abschließend allen Beteiligten und Anwesenden.


» Die Ergebnisse des Kongresses werden demnächst im Internetangebot des BIBB auf www.bibb.de/berufsbildungskongress dokumentiert.

» Bildmaterial steht auf www.bibb.de/pressefotos zur Verfügung.

» Die Rede des Bundespräsidenten finden Sie auf www.bundespraesident.de


"Der DQR als Chance für die Weiterbildung?!"

Hamburg, 01. September 2011

Am 27. Juni 2011 fand in Berlin die Fachtagung "Der DQR als Chance für die Weiterbildung?! - Ein- und Überblick zum aktuellen Erarbeitungsstand des Deutschen Qualifikationsrahmens und der Bedeutung für die Weiterbildung „ statt und bot ein Forum, um über die Entwicklungen des DQR und dessen Auswirkungen auf die Weiterbildung zu diskutieren.

Im ersten Fachvortrag stellte Frau Karin Küßner von der Nationalen Koordinierungsstelle ECVET die aktuellen Entwicklungen im Deutschen Qualifikationsrahmen vor. Im zweiten Vortrag „Der Europäische Qualifikationsrahmen und die aktuellen Entwicklungen im Deutschen Qualifikationsrahmen“ stellte Dr. Sandra Fuchs das Projekt EU-Transfer vor, welches an der Münchener Volkshochschule unter anderem zum Ziel hat, EQR und DQR auf seine Relevanz für die praxisorientierte Umsetzung im VHS-Programm zu untersuchen und berufsbezogene Bildungsangebote der VHS mit ECVET-Punkten auszuzeichnen.

Im Anschluss an die Fachvorträge hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, im „DQR-Café“ mit Expertinnen und Experten sowie Praktikerinnen und Praktikern zu diskutieren und sich auszutauschen.

Die Materialien der Fachvorträge sowie eine ausführliche Zusammenfassung der Gespräche und Diskussionen zu Fragen wie „Wie wird die Outcomeorientierung in der Bildungsarbeit umgesetzt?“ oder „Wie können Lernergebnisse / Kompetenzen beschrieben und überprüft werden?“ können auf der Internetpräsenz der Koordinierungsstelle Qualität heruntergeladen werden.

» Dokumentation der Fachtagung

 


Aufruf zur Mitarbeit im "Nationalen Team von ECVET-Expert(inn)en"

Hamburg, 26. August 2011

Es geht voran. Die Nationale Agentur Bildung für Europa (NA beim BIBB) sucht auf Ihrer Webseite 'Berufsbildungspraktiker/-innen, Multiplikatoren der Berufsbildung und Vertreterinnen und Vertreter zentraler Einrichtungen der Berufsbildung für die Mitarbeit im „Nationalen Team von ECVET-Expert(inn)en“'.

Ab 2012 unterstützt die Europäische Kommission im Rahmen des Projektes „Nationale Teams von ECVET–Expert(inn)en“ die Berufsbildungsakteurinnen und -akteure in allen am Programm für Lebenslanges Lernen beteiligten Ländern bei der Erprobung und Implementierung von ECVET, indem sie Mittel für Informations- und Beratungsmaßnahmen zur Verfügung stellt. Nationale Teams von ECVET-Expert(inn)en fungieren dabei als Ansprechpartner/-innen und Promotor.

Interesse? Dann folgen Sie dem Link.
http://www.na-bibb.de/jobs___ausschreibungen_697.html


Neues vom DQR

Hamburg, 18. August 2011

Auf www.deutscherqualifikationsrahmen.de sind im Bereich Expertenvoten die aktuellen Stellungnahmen und Gutachten zur Einbeziehung des informellen und non-formalen Lernens in den DQR veröffentlicht worden.


Ergebnisse einer Befragung von Weiterbildungsverbänden zum DQR

Hamburg, 11. Juli 2011

Das DIE – Deutsches Institut für Erwachsenenbildung hat Weiterbildungsverbände, die Mitglieder im Verein DIE sind, zum Thema DQR in der Erwachsenenbildung befragt. Dabei wurde um Stellungnahme zu vier Fragekomplexen gebeten, die ein Spektrum von Meinungen abbilden und zeigen, inwieweit das Thema in der Praxis diskutiert wird. „Nicht alle befragten Organisationen konnten antworten, aber mit den Statements der Institutionen Deutscher Volkshochschul-Verband (DVV), Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (KBE), Arbeit und Leben (AuL), Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB), Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Forum DistancE Learning (FDL) und Deutsche Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudien (DGWF) liegt ein beachtliches Meinungsspektrum vor“.

Gefragt wurde bspw. nach der Beurteilung der Rolle und Sichtbarkeit der allgemeinen und beruflichen Erwachsenenbildung im DQR, welche Arbeitsmarktrelevanz der DQR für die einzelnen Mitglieder hat oder welchen Einfluss der DQR auf die Beschäftigten des Weiterbildungsbereichs ausüben kann.

» Die einzelnen Stellungsnahmen können Sie hier nachlesen.


BIBB-Hauptausschuss empfiehlt die Zuordnung der Hochschulreife auf DQR-Niveau 4

Hamburg, 08. Juli 2011

Der Hauptausschuss der Berufsbildungsinstituts für berufliche Bildung (BIBB), dem zu gleichen Teilen Vertreter und Vertreterinnen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände sowie der Bundesländer und der Bundesregierung angehören, hat die gesetzliche Aufgabe, die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Berufsbildung zu beraten. Dieses BIBB-Gremium wird auch als „Parlament der Berufsbildung“ bezeichnet und hat am 28.06.2011 „Empfehlungen zur Zuordnung der allgemeinen Hochschulreife im Verhältnis zu Berufsabschlüssen auch im europäischen Vergleich“ verabschiedet.

Anders als der Schulausschuss der Kultusministerkonferenz (KMK) spricht sich der BIBB- Hauptausschuss dafür aus, die Hochschulreife generell (Fachgebundene oder Allgemeine Hochschulreife und Fachhochschulreife), einheitlich dem DQR-Niveau 4 zuzuordnen. Vom KMK-Ausschuss wurde die Niveau-Stufe 5 vorgeschlagen. Das Qualifikationsniveau der Hochschulreife korrespondiere aber nicht mit den Anforderungen des DQR-Niveau 5 und so würde eine derartig hohe Zuordnung die Idee des Lebenslangen Lernen entgegenarbeiten. "Es würde suggeriert, dass mit dem allgemeinbildenden Schulabschluss AHR bereits über 60 Prozent einer möglichen lebenslangen Qualifizierung erreicht sind, obwohl lediglich die Grundlagen für eine berufliche Qualifizierung vorliegen", so der Hauptausschuss.

Im europäischen Ausland werden die Abschlüsse der Hochschulreife überwiegend dem Niveau 4 zugeordnet. Eine Zuordnung auf Niveau 5 würde im Ausland für massive Irritationen und dafür sorgen, dass die Zuordnung anderer deutscher Qualifikationen kritisch hinterfragt würde.

Die Aufforderung des BIBB-Hauptausschusses daher: „Nur wenn die anstehenden Arbeiten im Arbeitskreis DQR im Konsens der relevanten Vertreterinnen und Vertreter der Bildungsbereiche fortgesetzt und deren Arbeitsergebnisse bei den politischen Entscheidungen anerkannt werden, können der EQR und der DQR in der Breite akzeptiert werden.“

» Lesen Sie hier die Empfehlung des BIBB-Hauptausschusses im Wortlaut.


EU-Programm Lebenslanges Lernen: Zwischenevaluation veröffentlicht

Hamburg, 06. Juni 2011

Die Europäische Kommission hat die Zwischenevaluation des Programms für Lebenslanges Lernen mit der Laufzeit 2007-2013 in Auftrag gegeben und die Ergebnisse im Abschlussbericht im Mai veröffentlicht. Der Zwischenbericht deckt den Zeitraum 2007-2009 ab und prognostiziert, dass "vier der ehrgeizigen Ziele nicht bis 2010 erreicht werden." Trotzdem hat das Programm die Zielgruppen erreicht, sei effektiv umgesetzt worden und die Ziele wurden als äußerst relevant eingeschätzt.

» Lesen Sie mehr dazu auf den Seiten der NABiBB, dort steht die Kurzfassung der Zwischenevaluation und die Langfassung zum download zur Verfügung.


Unternehmen setzen verstärkt auf Weiterbildung

Hamburg, 19. Mai 2011

Nach der neuen UmfrageWeiterbildung 2011 des Deutschen Industrie- und Handelkammertages (DIHK) investieren Unternehmen im Jahr 2011 deutlich mehr in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Die Umfrage, der mehr als 14.000 Antworten von Unternehmen zugrunde liegen, zeigt, dass 38 % der Unternehmen ihr Engagement in der Weiterbildung ausbauen wollen. Gründe dafür liegen in der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Weiterbildung gewinnt an Bedeutung, um ältere Arbeitnehmer im Betrieb länger zu halten und auch die Ausbildung und Ausweitung des Ausbildungsplatzangebotes gewinnt an Gewicht. Um in Weiterbildung zu investieren, müsse sie sich betriebswirtschaftlich rechnen. Knapp 25 % der Unternehmen würden mehr investieren, wenneine größere Zahl betriebsspezifischer und damit auch aus Sicht der Betriebe lohnenswerte Weiterbildungs-Angebote gäbe. Die Bildungsträger sind also gefordert, noch stärker auf die Bedürfnisse der Betriebe einzugehen, wenn sie weiter erfolgreich sein wollen.

» Den kompletten Artikel und die Studie zum Download finden Sie direkt auf den Seiten der DIHK.


Hälfte aller jungen Menschen in Europa bereit, im Ausland zu arbeiten.

Hamburg, 13. Mai 2011

Nach der neuesten Eurobarometer-Umfrage sind 53 % der jungen Menschen in Europa bereit oder interessiert daran, in einem anderen Land Europas zu arbeiten. Geldmangel hält jedoch viele davon ab, den ersten Schritt zu tun und einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland zu absolvieren.

» Den kompletten Artikel finden Sie direkt auf den Seiten der Europäischen Kommission.


Gesetzentwurf zur schnellen Anerkennung ausländischer Abschlüsse vorgelegt

Hamburg, 10. Mai 2011

Die Regierungskoalition ist bemüht, die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen zu beschleunigen.

Der Entwurf des Anerkennungsgesetzes, den die Regierung im März 2011 vorlegte, verspricht mehr Transparenz und die bessere Integration der etwa 300.000 hoch qualifizierten Zuwanderer, die in Deutschland z. B. als Taxifahrer oder Hilfskräfte arbeiten. Ihre im Heimatland erworbenen Abschlüsse als Ärzte, Ingenieure, Krankenpfleger und Handwerker werden in Deutschland bisher offiziell nicht anerkannt. Der neue Gesetzentwurf soll Deutschland für Zuwanderer attraktiver machen, vorhandenes Potenzial nutzen und einen großen Beitrag zur Integration leisten.

Zukünftig soll es einen rechtlichen Anspruch auf die Prüfung der Berufsabschlüsse geben, die es den Arbeitgebern erleichtern, Qualifizierungen einzuordnen. Bei reglementierten Berufen wie z. B. Ärzten, Rechtsanwälten, Steuerberatern, Ingenieuren und Handwerkermeistern entfällt zudem die Verknüpfung der Zulassung mit der EU-Staatsangehörigkeit. Neu ist auch, dass die Berufserfahrung stärker berücksichtigt werden soll. Die Prüfung soll innerhalb von drei Monaten nach Antragstellung abgeschlossen sein. In dem Bescheid wird den Betroffenen mitgeteilt, welche Weiterbildung notwendig ist, damit ihr Abschluss als gleichwertig mit einer deutschen Ausbildung anerkannt wird. „Eine solche Rückmeldung ist für die Antragsteller besonders wichtig“, so die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Annette Schavan.

» Den kompletten Artikel finden Sie als Pressemitteilung des BMBF.


Nachfolgestudie Berufswertigkeit (FOM)

Im September 2009 stellte Prof. Dr. Klumpp (Hochschule für Ökonomie und Management/FOM) die Ergebnisse des Projektes „Berufswertigkeit“ vor. Das Projekt untersuchte empirisch die Frage nach einer möglichen Gleichwertigkeit von beruflichen Weiterbildungsabschlüssen und hochschulischen Abschlüssen anhand des entwickelten Konzeptes der „Berufswertigkeit“. Im Fokus der Studie steht die Tauglichkeit des Messkonzeptes zur Ermittlung des Kompetenzniveaus von Führungskräften sowie die allgemeine Niveaugleichheit beruflicher Weiterbildungsabschlüsse mit akademischen Bildungsabschlüssen.

Nun liegt die Nachfolgestudie vor. Im Zeitraum 01.01.2009 – 31.12.2009 wurde der konkrete Nachweis der Niveaugleichheit einzelner beruflicher Weiterbildungs- und hochschulischer Abschlüsse untersucht.

» Lesen Sie mehr auf der Website des FOM mit den Ergebnissen der Nachfolgestudie


BIBB-Hauptausschuss verabschiedet Entschließungen zum Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR)

Hamburg, 16. März 2011

Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat auf seiner Tagung in Bonn weitere Beschlüsse zum Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) sowie zur Initiative der EU-Kommission zur "European Taxonomy of Skills, Competences and Occupations" (ESCO) gefasst.

In seiner Empfehlung zur weiteren Erarbeitung des DQR betont der Hauptausschuss, ein Europäischer Qualifikationsrahmen (EQR) und ein darauf aufbauender DQR könnten nur dann in der Breite akzeptiert werden, wenn die bevorstehenden Aufgaben im Arbeitskreis DQR im Konsens aller relevanten Vertreter der Bildungsbereiche fortgesetzt und deren Ergebnisse bei den politischen Entscheidungen anerkannt würden. Transparenz, Durchlässigkeit und Gleichwertigkeit im deutschen Bildungssystem könnten nur dann gefördert und Vertrauen der Bildungsbereiche untereinander gestärkt werden, wenn Betriebe, Beschäftigte, Lehrende und Lernende sowie bildungspolitische Akteure als potenzielle Anwender den DQR akzeptierten und seine Vorteile erkennen würden. Diese Vorteile könnten sich nur dann entfalten, wenn Qualifikationen in den verschiedenen Bildungsbereichen nach einheitlichen Prinzipien, Kriterien und Methoden zugeordnet würden.

» Lesen Sie die vollständige Meldung.


Neues vom DECVET

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat Ende Januar eine Broschüre zur "Pilotinitiative DECVET - Kompetenzen anrechnen, Durchlässigkeit verbessern" vorgelegt.

» Hier finden Sie die Broschüre.


Kontakt

Ihre Ansprechpartnerinnen der Netzwerkstelle LebensLanges Lernen


Andrea Krause
Referentin
E-Mail: krause@kwb.de
Tel.: 040 334241-365
Katharina Linke
PR-Referentin
E-Mail: linke@kwb.de
Tel.: 040 334241-365


Elke Moritz
Projektleitung
E-Mail: moritz@kwb.de
Tel.: 040 334241-330

 

Das Projekt wird aus dem Europäischen Sozialfonds ESF und von der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert.

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