26.03.2019

Lernen im digitalen Raum

TLA-Akademieleiter Olaf Dierker nimmt Lernplattformen unter die Lupe

In seinem Vortrag hat TLA-Akademieleiter Olaf Dierker (im Bild) am 21. März 2019 jede Menge hilfreiche Tipps rund um das Thema Lernplattformen präsentiert. Auch wenn es eine große Zahl verschiedener Lernplattformen gibt, bieten sie alle Funktionen und Features, die im Kern dasselbe beabsichtigen: Sie sollen den Lernprozess begleiten und das Verwalten der Teilnehmenden unterstützen. Aber woran kann ich die für mich passende Lernplattform erkennen? Welche Auswahlkriterien kann ich nutzen? Und wie behalte ich bei den vielen Funktionen und Features den Überblick?

 

"Lernen im digitalen Raum. Welche Vorteile bieten Lernplattformen?" war der Titel der Netz3L-Veranstaltung am 21. März 2019. Über 30 Beschäftigte aus Unternehmen, Behörden, Bildungsanbietern und Berufs(-fach)schulen kamen in der KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e. V. zusammen, um zusammen mit Olaf Dierker die Welt der Lernplattformen zu erkunden.

 
 
 

Vorteile von Lern-Management-Systemen 

Trotz eines umfangreichen Angebotes an Lern-Management-Systemen (LMS) für verschiedene Einsatzzwecke ist die Anzahl der Tools, die für ein weites Spektrum an Anwendungsszenarien geeignet sind, überschaubar.

 

Während in allen internationalen Märkten Moodle, Blackboard, Instructure Canvas und D2L Brightspace führen, sind im unterentwickelten deutschsprachigen Markt OLAT und Ilias sowie andere kleinere Anbieter, die international unrelevant sind, stark vertreten. 

 

Hat man ein vollwertiges LMS mit vielen Tools, muss und sollte man diese nicht alle in jedem Kurs nutzen. In diesem Fall profitiert man allerdings von der Flexibilität der Lernszenarien. Ein wesentlicher Vorteil von Lern-Management-Systemen ist, dass die Features und Funktionen alle in einem geschlossenen Raum zur Verfügung stehen und Nutzer/-innen bei Datenschutzfragen, Sicherheit, Barrierefreiheit und Schnelligkeit auf der sicheren Seite sind. Funktionen wie Videos, Seminaraufzeichnungen, Benotungsbücher, Chats, Quizzes oder Foren können auch ohne Lernplattformen für Lernprozesse genutzt werden. Zum Beispiel können in einem Seminar YouTube-Videos gezeigt, Chats über WhatsApp geführt und Quizzes über Kahoot gestaltet werden. Aber die Frage nach den sensiblen Daten der Seminarteilnehmenden bleibt offen und ungeschützt. Der geschlossene Raum schützt die Inhalte des Anbieters und die Kommunikation der Teilnehmer/-innen.

 

In den vergangenen Jahren stand bei potenziellen Nutzenden von LMS die Frage im Raum: "Was nehme ich? Open Source oder gekaufte Software eines Anbieters?". Heute stellt sich die Frage: "Nehme ich einen Anbieter, der meine Daten für mich in der cloud hosted, oder nehme ich ein self-hosted-System?". Die Grenze zwischen Open Source, bei dem man die Plattform auf die Bedürfnisse selbst mithilfe von IT-Kenntnissen zuschneiden muss, und der gekauften Software vom Anbieter, die sich mittlerweile an jeden Bedarf anpassen lässt, verschwimmt zunehmend und kann nicht mehr eindeutig beantwortet werden. Beide Fragen sind finanzieller Art und müssen abgewogen werden: Lizenzgebühren der kommerziellen Anbieter vs. Kosten der Eigenentwicklung des LMS sowie Gebühren der Cloud-Nutzung vs. Kosten des eigenen Servers im Haus.


Lesen Sie hier weiter, welche 9 Kriterien bei der Wahl des passenden LMS helfen ...

 

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